Fahrzeuge & Technik

Fuhrpark FF Hellwege

Löschgruppenfahrzeug (LF 10)

 LF 10 vorne 

 LF 10 hinten 


Die Albert Ziegler GmbH & Co. KG aus dem Werk Giengen an der Brenz baute ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 im Jahr 2024 als Vorführfahrzeug auf einem Mercedes Benz Atego 1430 Allradfahrgestell mit sieben Geräteräumen auf- und aus.

 

Anfang 2025 hat ein großzügiger Spender aus der Samtgemeinde Sottrum der Feuerwehr Hellwege ein neues Feuerwehrfahrzeug geschenkt. Dieses musste aber erst mal gefunden werden, es sollte ja nach den Wünschen der Hellweger aufgebaut sein. Eine derart hohe Spende hat es in Niedersachsen aus privater Hand für eine kommunale Fahrzeugbeschaffung noch nicht gegeben. So konnte nach nur 10 Monaten aus einem Vorführfahrzeug HLF 10, ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 werden. 

Dieses Fahrzeug ist jetzt gut ausgestattet, mit zwei Tanks für Wasser und Schaummittel, wobei hier kein Schaum auf dem Fahrzeug vorhanden ist, da die Wehr in einem Sumpf- und Moorgebiet liegt, so können weitere 120 Liter Wasser mitgeführt werden. Zusätzlich lagert eine Rosenbauer FOX 4 mit einer Leistung von 2.000 l/min. bei 10 bar in einer der Geräteräume. Das Fahrzeug ist mit einem Abbiege-Assistenten von LUIS und einer Front- und Rückfahrkamera ausgestattet. Der Teklite Lichtmast mit einer Leistung von über 57.000 Lumen leuchtet die Einsatzstelle sehr gut aus. Wobei es noch je zwei Arbeitsscheinwerfer an der Front und auch am Heck gibt. Die Sondersignalanlage von Ziegler mit Seiten-LED Blitzern als Z-Vision lässt keine Wünsche offen. Für die Steckleiterteile und die vier Saugschläuche seitlich ist eine Entnahmehilfe vorhanden.

 

Tanklöschfahrzeug (TLF 3000)

 TLF 3000 vorne

 TLF 3000 hinten 

 

Das Fahrzeug wurde schon Jahre vor der Ausschreibung und Bestellung konzipiert. Mit einem Löschwassertank von 2.400 ltr gilt es nach Norm als TLF 2000, also als ein Tanklöschfahrzeug mit einer Truppkabine (3 Einsatzkräfte) und einem Löschwassertank von mindestens 2.000 ltr. Die Bezeichnung TLF 3000 für das Fahrzeug ist umstritten. Einige gehen davon aus, daß man das Fahrzeug dann, wenn es Schaummittel und neben Wasser, Schaum und Pulver ein weiteres Löschmittel mitführt und dann auch noch über 14 ton wiegt, als TLF 3000 führen kann. Das Fahrzeug erfüllt alle drei Kriterien. Darüber hinaus müssen die Vorgaben für die Normung als TLF 2000 natürlich erfüllt sein.


Das Fahrzeug ist geländefähig (nicht geländegängig!), verfügt über eine Wattiefe von rd. 80 Zentimetern und ist singlebereift. Das verleiht ihm im schwierigen Gelände eine enorme Durchzugskraft. Bei uns ist es das erstausrückende Fahrzeug und wird mit einem Maschinisten, einem Truppmann und einem Truppführer mit Gruppenführerausbildung besetzt. So ist gewährleistet, daß das ersteintreffende Fahrzeug eine gute erste Lageeinschätzung von der Einsatzstelle an die nachrückenden Kräfte geben und gleichzeitig erste, ggf. lebensrettende Maßnahmen einleiten kann. 


Dieser hohe taktische Einsatzwert relativiert sich häufig im Verlauf von Brandeinsätzen, denn dann ist das Fahrzeug wahlweise eine Pumpenstation oder aber ein Wasserträger für die Brandbekämpfung. 


Das Fahrzeug hat, im Vergleich zu anderen Fahrzeugen seiner Fahrzeugklasse, einen relativ großen Aufbau und einen langen Radstand. Aber nur so ist es möglich, weiteres Gerät darauf zu verlasten, das in weiteren Notlagen wie Unfällen benötigt wird. Hierzu gehören Brech- und Öffnungswerkzeuge, Material für die Bekämpfung von Umweltschäden oder Rettungseinsätze in stehenden Gewässern.


Das Fahrzeug wurde in 2017 in Dienst gestellt und ist im Kreisbereitschaftszug für den Wassertransport gelistet. Auch dieses Fahrzeug hat seine Leistungsfähigkeit bei diversen Auswärtseinsätzen unter Beweis stellen können. 


Technik bei der Feuerwehr. 
Da denken viele eben an die großen roten Fahrzeuge. Aber diese Fahrzeuge sind auch noch vollgestopft mit Technik und Schutzausrüstungen für die Einsatzkräfte. Unsere Fahrzeuge verfügen über Aggregate und Geräte für folgende Einsatzlagen und Zwecke…

  • Mobile Pumpen, zum Teil als reine Wasserpumpen zur Löschwasserförderung (auch über lange Wegstrecken als Verstärkerpumpen), zur direkten Brandbekämpfung, aber auch als Schmutzwasserpumpe mit enormen Förderleistungen. 

 

  • Motorsägen und die dazugehörige Schutzausrüstung ermöglichen alle Einsätze, bei denen Holz eine wichtige Rolle spielt. Das kann ein kleiner oder riesengroßer Baum sein, der auf die Straße gefallen ist. Aber auch beim zusägen von Konstruktionsholz bei Rettungseinsätzen braucht man funktionierende Sägen und Einsatzkräfte, die sie sicher und effizient bedienen können.

  • Hand- und Stielwerkzeuge wirken in moderner Feuerwehrausrüstung manchmal ein wenig aus der Zeit gefallen. Tatsächlich aber sind auch sie wichtige Ausrüstungsgegenstände. Das beginnt bei Spaten und Schaufeln, geht über die ungeliebte Patsche für die Vegetationsbrandbekämpfung und die Dunghacke um organisches Material auseinanderziehen zu können, bis hin zu speziellen Wiedehopfhacken, Giurgiu-Tools und Pulaski-Äxte. 

 

  • All das wird man immer wieder im Zusammenspiel mit Schläuchen und wasserführenden Armaturen im Einsatz sehen können. Denn in vielen Einsätzen lassen Einsatzleiter immer auch eine Löschwasserversorgung vom Fahrzeug oder einer nahegelegenen Entnahmestelle an die Einsatzstelle verlegen. Hier gilt das Prinzip „vor die Lage kommen“. Darunter verstehen wir, uns so aufzustellen, daß wir jederzeit auf eine sich dynamisch entwickelnde Lage nötigenfalls mit Wasser reagieren zu können. Bei einem Fahrzeugbrand mit eingeklemmter Person ist das überlebenswichtig – für alle Beteiligten.


Die Wasserversorgung wird gewöhnlich in die Abschnitte „Wasserbesorgung“ für den Bereich Wasserentnahmestelle bis zur Pumpe und „Wasserversorgung“ von der Pumpe bis direkt vor den möglichen oder tatsächlichen Brandherd aufgeteilt.